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Immobilienverbund DAVE erwartet Spannungen auf dem Immobilienmarkt 2020

10.01.2020

Der Immobilienverbund DAVE, in dem auch die KSK-Immobilien Mitglied ist, erwartet für den Immobilienmarkt im Jahr 2020 Spannungen aus politischen und konjunkturellen Risiken, die Investoren verunsichern könnten, beispielsweise der Mietendeckel.

Das größte Marktrisiko seien aus Sicht der DAVE-Experten unsichere gesetzliche Rahmenbedingungen. Andauernde und immer wieder aufkommende Diskussionen rund um Themen wie die Mietpreisbremse, der Mietendeckel, die Modernisierungsumlage, die Vermögenssteuer und die Umlagefähigkeit der Grundsteuer sorgen bei Investoren – insbesondere im wohnwirtschaftlichen Segment – für Verunsicherung. Der Immobilienverbund merkt an, dass der Großteil der Investoren, vor allem bei wohnwirtschaftlichen Anlageimmobilien, kleine Anleger seien, die die Diskussionen unter Umständen nicht richtig einordnen könnten und systematisch verschreckt würden.

DAVE-Verbund rechnet auch 2020 mit anhaltend hohen Preisen

Infolgedessen würde die Vielzahl der Regulierungsmaßnahmen eher zum gegenteiligen Effekt führen und die Situation am Wohnungsmarkt nicht entlasten, sondern weiter verschärfen. Daher erwartet DAVE weiter steigende Mieten und ein Ausweichen auf andere Wohnarten, zum Beispiel Werkswohnungen, sowie die Verkleinerung von Wohnflächen. Der Effekt einer Stadt-Land-Flucht könnte sich ebenfalls weiter verstärken. Auch die Baubranche sei weiterhin stark ausgelastet, die Nachfrage übersteige nach wie vor das Angebt, sodass der Preisdruck bestehen bleibe. Auch auf der Angebotsseite sei keine Entlastung in Sicht. Somit rechnen die DAVE-Experten auch 2020 mit anhaltend hohen Preisen und in Teilsegmenten weiterhin mit einer steigenden Zahlungsbereitschaft.

Wohnimmobilien weiterhin attraktives Anlageprodukt

Trotz politischer Eingriffe und Regulierungsmaßnahmen würden Wohnimmobilien für nationale und internationale Investoren laut DAVE aber weiterhin attraktiv sein. Wohnformen für verschiedene Nutzergruppen in sehr kompakter Struktur und Form sowie seniorenbezogenes Wohnen würden gleichermaßen im Fokus bleiben. A- und B-Märkte würden gemeinsam mit gut angebundenen C- und D-Standorten die Nachfrage dominieren. Zu den Verlieren 2020 würden vor allem periphere ländliche Räume zählen, die keine gute Infrastrukturanbindung vorweisen könnten. Trends zu kompakteren Wohnformen und flexibel nutzbare Strukturen wie Boarding-Modelle, Co-Living-Spaces oder Mikroapartments in zentralen Lagen für unterschiedliche Nutzergruppen würden an Bedeutung gewinnen.
Steigende Baukosten und hohe Grundstückspreise an allen Standorten seien der Grund dafür, dass sich Neubauwohnungen nur noch im Hochpreissegment rechnen und die Mieten weiter steigen. Allerdings würden hier mittlerweile immer öfter Grenzen im Hinblick auf die Zahlungsbereitschaft für diese Mieten sichtbar. Die sich in der Tendenz seitwärts bewegende Mietentwicklung der vergangenen Monate habe zur Folge, dass neue Mietprojekte schärfer kalkuliert werden müssten. Hinzu komme, dass die Zahl der Baugenehmigungen weiterhin stagniere und auch die Zahl der geplanten Fertigstellungen bei weitem nicht das angestrebte Niveau erreichen werde.
Das Fazit der DAVE-Experten lautet daher unter Berücksichtigung der genannten Faktoren: Der Wohnungsmangel wird bestehen bleiben und neue politische Regulierungsmaßnahmen werden die aktuelle Situation nicht positiv verändern, sondern eher weiter verstärken.

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