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Ratgeber: Dachgeschosswohnung im Sommer – Tipps gegen die Hitze

12.06.2019

Das Wohnen unterm Dach hat viele schöne Seiten, die aber von einem großen Nachteil überschattet werden: der unerträglichen Hitze im Sommer. In unserem Ratgeber haben wir für Sie hilfreiche Tipps gesammelt, die dabei helfen, die Raumtemperatur in der Dachgeschosswohnung etwas zu senken.

Das Wohnen und Leben in einer Dachgeschosswohnung ist etwas Besonderes. Aufgrund der Höhe gibt es keine unliebsamen Blicke von außen. Vom Balkon oder geöffneten Dachfenster bietet sich meist ein toller Ausblick auf die Umgebung. Außerdem bekommt man nur wenig von den anderen Hausbewohnern oder dem Straßenlärm mit. Wer in einer Dachgeschosswohnung lebt, kennt aber auch den größten Nachteil: Sobald die Außentemperaturen im Sommer die 30 °C-Marke knacken, wird es in den Räumen direkt unter dem Dach unerträglich heiß. Raumtemperaturen von über 30 °C sind dann keine Seltenheit. Auch die Nacht bringt oft nur wenig Abkühlung. Doch welche Maßnahmen sind einfach und kostengünstig umsetzbar, damit die Wohnung im Sommer nicht zur Sauna wird? Und wie lässt sich die Raumtemperatur effektiv senken? Oft lassen sich die hohen Temperaturen in der Dachgeschosswohnung im Sommer schon mit wenigen Tricks in den Griff bekommen. Grundsätzlich gilt: Alles, was an Wärme nicht hereinkommt, muss auch nicht wieder hinausbefördert werden.

Die wichtigsten Tipps auf einen Blick:

  1. Wohnung abdunkeln, um das Eindringen der Sommerhitze so gut es geht zu vermeiden
  2. Gezieltes Lüften am Abend und am frühen Morgen
  3. Ventilatoren kühlen die Wohnung zwar nicht ab, die Luftzirkulation macht das Wohnen aber erträglicher
  4. Zusätzliche Wärmequellen beseitigen bzw. abschalten

Maßnahmen für Eigentümer einer Dachgeschosswohnung

Um die Wärme möglichst schon vor dem Eindringen durch Dach und Fensterscheiben abzufangen, sollten Sie als Eigentümer auf eine gute Wärmedämmung und Dachfenster mit speziellen Wärmeschutzbeschichtungen achten, damit die Raumtemperaturen erst gar nicht so stark ansteigen. Eine gute Dämmung von Dach und Fassade schützt zudem nicht nur vor der Hitze im Sommer, sondern hält die Wärme im Winter auch besser im Haus, sodass Sie Heizkosten sparen können. Im Hinblick auf die Dachfenster sollten Sie ältere Fenster mit vergleichsweise dünnen Scheiben austauschen, da diese oftmals die am schlechtesten isolierte Stelle darstellen. Zusätzlich ist der Einbau von Außenjalousien von Vorteil, da die Sonnenstrahlen so bereits vor den Fensterscheiben aufgehalten werden. Darüber hinaus können Sie als Eigentümer auch Bäume und Pflanzen als natürlichen Hitzeschutz nutzen. Strategisch platzierte Bäume werfen im Sommer Schatten und können helfen, die Sonneneinstrahlung zu reduzieren.

Tipps für Mieter in einer Dachgeschosswohnung

Als Mieter in einer Dachgeschosswohnung sind größere bauliche Maßnahmen meist nicht möglich. Dennoch können Sie auch als Mieter mit einfachen Handgriffen für Abkühlung sorgen. Um so wenig Wärme wie möglich in die Wohnung zu lassen, sollten Sie die Wohnung tagsüber abdunkeln. Ein Großteil der Hitze dringt durch die Fensterscheiben herein, sodass Sie alle vorhanden Rollos und Vorhänge schließen sollten. Diese sollten zudem möglichst hell sein – Jalousien am besten silberfarben. Dann wird das Sonnenlicht am besten reflektiert. Im Idealfall gibt es Fensterläden oder Außenjalousien, sodass die Sonnenstrahlen bereits vor der Glasscheibe aufgehalten werden. Wenn das Licht die Scheibe passiert, wandeln sich Teile der Lichtenergie in Wärme um. Demzufolge reduzieren außenliegende Maßnahmen zum Sonnenschutz die Sonneneinstrahlung um bis zu 75 Prozent, innenliegende Hitzeschutzrollos und andere Maßnahmen nur um ca. 25 Prozent. 
Tagsüber sollten Türen und Fenster geschlossen bleiben, um ein Eindringen der Wärme zu verhindern. Wenn die Außentemperaturen am Abend sinken und die Sonne nicht mehr direkt auf die Scheiben scheint, sollten Sie Fenster und Türen öffnen und gut durchlüften. Idealerweise öffnen Sie mindestens zwei gegenüberliegende Fenster bzw. Türen, damit die Luft gut zirkulieren kann.
Ein weiterer wichtiger und leicht umsetzbarer Tipp: Schalten Sie zusätzliche Wärmequellen wie Lampen, Computer oder Fernseher ab, wenn diese nicht gebraucht werden. Die Geräte heizen das Zimmer nur noch zusätzlich auf.
Das Aufhängen von feuchten Bettlaken oder Tüchern kann ebenfalls für Abkühlung und ein Senken der Raumtemperatur sorgen. Durch das physikalische Prinzip der Verdunstungskälte wird der Raumluft beim Trocknen Wärme entzogen, sodass sie etwas abkühlt. Außerdem steigt die Luftfeuchtigkeit des Raumes – vor allem bei trockener Hitze ein Vorteil.
Ein weiteres gutes Hilfsmittel gegen die angestaute Hitze unterm Dach sind Ventilatoren. Diese kühlen die Wohnung zwar nicht herunter, sorgen aber für eine angenehme Luftzirkulation. Trifft der Luftstrom auf die Haut, sorgt er für einen angenehm kühlenden Effekt.

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